Therapiefelder

Neue Therapiebereiche werden eingerichtet, sobald mehrere Innovationen sich gegenseitig unterstützen können

Wissen ist für den Verkauf von Medizinprodukten unerlässlich, Wissen ist zweifellos wichtig für den Verkauf neuer innovativer Produkte, und ganz allgemein ist Wissen unerlässlich, um den Respekt der Fachleute im Gesundheitswesen zu gewinnen. Daher unterteilt Coopmed die Vertriebsstrukturen und -konzepte nach Therapiegebieten. Diese Vertriebskonzepte können unter anderem das Wettbewerbsniveau zwischen den Produkten der Mitglieder bestimmen.

WUNDHEILUNG

Es braucht mehr als ein Produkt um Wunden zu heilen

Die Pflege von Patienten mit chronischen Wunden ist eine große Herausforderung, an der Kliniker aus den verschiedensten Bereichen der Medizin mit unterschiedlichem Ausbildungsstand beteiligt sind.

Um die sehr komplexen Prozesse der Diagnose und Behandlung dieser Patienten verständlich zu machen, stehen den medizinischen Fachkräften verschiedene Modelle zur Verfügung.

Das T.I.M.E-Konzept (Tissue, Infection, Moisture, Edge) das 2003 veröffentlicht und 2018 zu TIMERS (inklusive Regeneration des Gewebes, soziale Faktoren) erweitert wurde, steht dabei zweifellos im Mittelpunkt.

Als Leitfaden für die Lokaltherapie chronischer Wunden hat Wund-D.A.CH., der Dachverband der deutschsprachigen Wundheilungsgesellschaften, mit M.O.I.S.T. ebenfalls ein neues Konzept für die Lokalbehandlung chronischer Wunden vorgelegt.

Alle diese Konzepte dienen dazu, den hochkomplexen, interdisziplinären Prozess der Wundheilung zu veranschaulichen und eine einheitliche Nomenklatur für die Behandlung dieser Wunden zu schaffen.

Das Coopmed-Wundmodell ist diesen Ansätzen treu geblieben und visualisiert sehr anschaulich nur die wichtigsten Schritte in der Versorgung von Menschen mit schwer heilenden/chronischen Wunden.

Der Schlüssel zu einer effektiven Wundheilung

Der Schlüssel zu einer effektiven Wundheilung sind gut ausgebildete medizinische Fachkräfte, die in der Lage sind, die Wunde und patientenbezogene Faktoren zu diagnostizieren, wie

  • Unterernährung

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Medikamente (z. B. nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente, Kortikosteroide)

  • Adipositas

  • Mikrobielle Besiedlung der Wunde

  • Systemische Erkrankungen (z. B. Diabetes, Autoimmunerkrankungen)

  • Unzureichende Druckentlastung der Wunde

  • Mazeration aufgrund von überschüssigem Wundexsudat oder anderer Feuchtigkeit

  • Unangemessenes Wundmanagement

  • Compliance des Patienten mit der Wundversorgung

  • Immmobilität

Auf der Grundlage dieser Diagnose erstellen die Pflegekräfte einen Behandlungsplan, der bei Bedarf auch indikationsspezifische Optionen wie Entlastung bei diabetischen Fußulzera oder Kompression bei venösen Beinulzera umfasst, nicht zu vergessen:

  • Bekämpfung kritischer Barrieren für die Wundheilung wie nekrotisches Gewebe, Beläge, Bakterien, Biofilm, Viren, Infektionen und multiresistente Organismen
  • Beschleunigung der Heilung von ins Stocken geratenen Wunden durch den Einsatz von Wirkstoffen

GESUNDHEITS-ASSOZIIERTE INFEKTIONEN

Bakterien, Viren, Infektionen und multiresistente Organismen sind die Realität in der Gesundheitsversorgung

Die Infektionskontrolle ist ein wichtiger Schwerpunktbereich jeder Einrichtung, und im Gesundheitswesen wird sie als nosokomiale Infektion bezeichnet, d. h. Infektionen, die speziell im Krankenhaus/Gesundheitswesen entstanden sind, oder als der etwas weiter gefasste Begriff Healthcare-Associated Infections. In unserem Modell haben wir uns für ein breiteres Verständnis von Infektionen im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen entschieden.

Das Management der Infektionskontrolle muss sich zweifellos auf saubere Hände, Handschuhe, OP-Mäntel, saubere OP-Räume, Geräte und Stationen – Oberflächen – saubere chirurgische Instrumente, aber auch medizinische Geräte konzentrieren, die das Risiko bergen, Bakterien oder Viren in den Körper zu transportieren

Eine derartig umfassende Konzentration auf Sauberkeit oder sogar sterile Bedingungen stellt hohe Anforderungen sowohl an die Hilfsmittel als auch an die Einhaltung der Verfahrensvorschriften. Es ist eine Disziplin für sich.

Viele verschiedene Produkte etablierter Hersteller stehen den Klinikern bereits zur Verfügung, aber da der Innovationsgrad in der Branche historisch gesehen relativ niedrig ist, möchte sich Coopmed auf ein Portfolio innovativer Produkte und unterstützender Lösungen von Start-up-Unternehmen konzentrieren.

Um die Infektionsrate zu senken, müssen wir uns nicht nur auf neue Produkte konzentrieren, sondern auch auf Hilfsmittel, die die Einhaltung der Infektionskontrollverfahren durch das Gesundheitspersonal verbessern.

Teilnehmende Start-Ups und Nischenanbieter

CoopMed established

August 2020

SoftOx Solutions